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Systemisches
Vorgehen
Die systemische Psychotherapie, die systemische Beratung und die systemische Supervision bauen auf modernen Konzepten systemtheoretischer Wissenschaft auf, die mittlerweile Eingang in alle Disziplinen der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften gefunden haben. Sie ermöglichen es, komplexe Phänomene, die menschliches Leben und Zusammenleben charakterisieren, komplexitätsgerecht aufzufassen und eine passende Methodik zu ihrer Behandlung zu entwickeln. Nach systemischem Verständnis ist der Mensch immer zugleich als biologisches und als soziales Wesen zu betrachten. Die systemische Perspektive rückt deshalb die dynamische Wechselwirkung zwischen den biologischen und psychischen Eigenschaften einerseits und den sozialen Bedingungen des Lebens andererseits ins Zentrum der Betrachtung, um das Individuum und seine psychischen Störungen angemessen verstehen zu können. Die systemische Therapie und Familientherapie verfügen über eine eigene klinische Theorie und Methodologie zur Erklärung und Behandlung psychischer Störungen. Psychische Krankheiten werden als Störung der Systemumweltpassung definiert. Individuelle Symptome werden als Ergebnis von krankheitserzeugenden und -aufrechterhaltenden Beziehungsmustern im Kontext der wichtigen Bezugspersonen gesehen. Diese Personen werden deshalb nach Möglichkeit in den therapeutischen Prozess mit einbezogen. Es stehen aber auch geeignete Methoden für die Durchführung von systemischer Einzeltherapie und systemischer Paartherapie zur Verfügung. Grundlage für die systemische Praxis ist die Kooperation zwischen Hilfesuchendem und Helfer. Zentrales Arbeitsmittel ist der öffnende Dialog. Dem Klienten gegenüber bemüht sich der Therapeut, Berater oder Supervisor um eine Haltung des Respekts, der Unvoreingenommenheit, des Interesses und der Wertschätzung bisheriger Handlungs- und Lebensstrategien. Links: Wikipedia-Artikel Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie Psychodrama Das Psychodrama ist eine handlungsorientierte Methode, in der durch ein szenisches Spiel sowohl sachliche Informationen als auch Problemlösungen für soziale und emotionale Konflikte dargestellt und bearbeitet werden können. Den Spielenden sollen dabei neue Einsichten und die Entwicklung persönlicher Fähigkeiten ermöglicht werden, um eigene Ressourcen zu erkennen und Lösungen zu finden. Das Psychodrama soll Raum zum Erforschen eigener und anderer Wirklichkeiten bieten. Im Psychodrama ist der Rahmen festgelegt, die Gestaltung des Spiels ist allerdings offen, so dass die Spielenden das Thema auch nach eigenen Vorstellungen und nach ihren kreativen und spontanen Möglichkeiten umsetzen können. Die Vielfalt an Techniken innerhalb des Psychodramas ermöglicht dem Spielleiter und den Teilnehmern eine dem Thema und der Gruppe entsprechende Anwendung. Das spielerische Erfahren von persönlichen Themen, Beziehungsthemen, Sachinhalten u.a. hat eine andere Qualität als eine rein verbale Auseinandersetzung. Zur kognitiven Ebene kommt eine emotionale und eine physische hinzu. Durch das Spielen neuer Rollen im Rahmen des Psychodramas können sich Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten erweitern. Spontaneität und Kreativität werden gefördert. Durch die Arbeit in der Gruppe kann Kontakt zu anderen intensiv erlebt werden. Das größtmögliche Einbeziehen jedes Einzelnen erhöht die Wahrnehmung der eigenen Person und der eigenen Bedürfnisse. Psychodrama kann sowohl in Gruppen als auch in Einzelsettings durchgeführt werden. Links: - Wikipedia-Artikel - Kurzbeschreibung - Deutscher Fachverband für Psychodrama Ausbildungsinstitute: - Moreno Institut Goslar-Überlingen - Institut für Soziale Interaktion Hamburg Gewaltfreie Kommunikation Die Gewaltfreie Kommunikation ist eine von Marshall B. Rosenberg entwickelte Kommunikations- und Konfliktlösungsmethode, welche die Anliegen aller am Konflikt Beteiligten aufzuspüren und zu berücksichtigen versucht, um eine positive Bearbeitung von Konflikten zu ermöglichen. Rosenberg bezeichnet die Gewaltfreie Kommunikation auch als „Sprache des Herzens“ oder „Giraffensprache“, denn die Giraffe ist das Landtier mit dem größten Herzen und einem guten Überblick. Wer gelernt hat, eher „giraffisch“ zu kommunizieren, erlebt im Konfliktverlauf viele positive Veränderungen, z.B. ein verbessertes Verständnis auf beiden Seiten, Transparenz von Absichten und Motiven, so dass eine Abwehrreaktion oder gar Aggression unnötig wird. In der gewaltfreien Kommunikation wird ausgedrückt, was einen bewegt und was man möchte (Selbstbehauptung) und empathisches Zuhören, wie es der anderen Person geht und was sie möchte (Einfühlung). Diese beiden Prozesse bilden das wesentliche Merkmal der Gewaltfreien Kommunikation. Dabei geht es weder darum die eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellten, noch die Bedürfnisse anderer Menschen zu unterdrücken. Rosenberg: "Das Ziel dieses Prozesses ist der Ort, an dem alle Bedürfnisse erfüllt sind." In jedem Gespräch sollten vier Komponenten (Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse, Bitten) klar ausgesprochen und verstanden werden, wobei es wichtig ist, Beobachtungen nicht mit Bewertungen zu vermischen, in Kontakt zu den Gefühlen zu kommen, Bedürfnisse zu erkennen und Bitten mit treffenden Worten zu äußern. Links: The Center for Nonviolent Communication D-A-CH deutsch sprechender Gruppen für Gewaltfreie Kommunikation e.V. Transaktionsanalyse Die Transaktionsanalyse
Links: Werner Stangls Arbeitsblätter Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse Deutschschweizer Gesellschaft für Transaktionsanalyse |
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